Neurologie
Johnson-Laird, Philip: Der Computer im Kopf. München
1996.
Auch dieses Buch erschien im Jahrzehnt
des Gehirns, also in den Neunzigerjahren. Die Lektüre
ist sehr anspruchsvoll und bestimmt leichter, wenn man
das Vorwissen eines Informatikers mitbringt. Der Autor
gab sich allerdings grosse Mühe, Technisches und
Formeln durch Anekdoten und Geschichten aufzulockern.
Johnson, Steven: Neue Intelligenz. Warum wir durch Computerspiel und TV klüger werden. Köln 2006.
Dieses Buch unter der Rubrik „Neurologie“ aufzuführen, macht Sinn. Denn der amerikanische Experte für Internet und neue Medien verband sein Wissensgebiet schon immer mit der Neurologie, wo dies dem Verständnis förderlich ist. Dass er davon viel versteht, beweist auch sein Buch “Mind Wide Open: Your Brain and the Neuroscience of Everyday Life”. In „Neue Intelligenz“ legt er auf überzeugende Weise dar, dass sich die Kulturpessimisten irren. Viele der scheinbar so banalen Computerspiele und Fernsehserien sind in ihrer Struktur hochkomplex und fördern auf spielerische Art die Intelligenz. Leser von Johnsons Büchern erfahren auf ebenso spielerische Weise viel über das Funktionieren das Gehirn.
Kandel, Eric R.: Psychiatrie, Psychoanalyse und die neue Biologie des Geistes. Frankfurt am Main 2006.
Ein Sammelband, der bereits publizierte und verstreute Aufsätze wieder zugänglich macht. Die Auswahl ist so getroffen, dass der Leser einen umfassenden Einblick in die Forschungsarbeit und das Gedankengut des Nobelpreisträgers erhält. Zumal er am Schluss ein ausführliches Sachregister findet. Eric R. Kandel zählt nicht nur zu den unbestrittenen Grössen der Hirnforschung, weil er 2000 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie erhielt, sondern weil er aufgrund seiner aussergewöhnlichen Biografie verschiedenste Wissensgebiete mit den Erkenntnissen der Hirnforschung verknüpft. Ein wichtiges Buch mit einem ausgezeichneten Vorwort des Bremer Neurologen Gerhard Roth.
Kast, Bas: Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft. Die Kraft der Intuition. Frankfurt am Main 2007.
Während Gerd Gigerenzer eigene Forschungsarbeiten ins Zentrum stellt, nimmt Bas Kast den Leser auf seine Recherchenreise mit. Als schreibgewandter Wissenschaftsjournalist fesselt er seine Leser mit Studien, Experimenten und interessanten Exkursen. Allerdings nehmen die Ausflüge ab Mitte des Buches so zu, dass der rote Faden zunehmend selber gesponnen werden muss. Wer sich sehr für die Abdankung des rationalen Weltbildes interessiert und wissen möchte, wo die Emotionsforscher und Heuristiker inzwischen angekommen sind, soll beiden Autoren die Referenz erweisen. Der eine vermittelt Innensichten, der andere verpackt aufwändige Recherchen in unterhaltsame Geschichten.
Kast, Bas: Revolution im Kopf. Berlin 2003
Die Reihe, in der dieses Bändchen
erschien, nennt der Herausgeber „Gebrauchsanweisungen
für das 21. Jahrhundert“. Der Wissenschaftsredakteur
beim Berliner Tagesspiegel holt die Leser bei populären
Mythen ab und beginnt mit dem Erfolgsfilm „Matrix“.
Das gefällt mir, birgt allerdings die Gefahr zu grosser
Vereinfachungen. Doch alles in allem ist das Experiment
geglückt. Und wer die sechs leichtfüssig geschriebenen
Kapitel aufmerksam liest, weiss über das Grundsätzliche
der modernen Hirnforschung Bescheid.
Klawans, Harold: Die Höhlenfrau, die Sprache und wir.
13 merkwürdige Geschichten über das menschliche
Gehirn. Stuttgart 2005.
Der 1999 verstorbene Neurologe schreibe
ausser zahlreichen Fachpublikationen auch Romane und
Science-Stories, ohne dass er den Bekanntheitsgrad von
Oliver Sacks erreichte. Zu Unrecht, wie diese 13 Geschichten
zeigen. Wer also Wissenschaftliches in Form von Geschichten
sucht und alle Sacks bereits gelesen hat, findet nun
eine Alternative.
Koch, Christof: Bewusstsein – ein neurobiologisches Rätsel.
München 2005.
Der Autor arbeitete jahrelang mit dem Nobelpreisträger und Mitentdecker der DNA-Struktur, Francis Crick, zusammen. Ich schliesse mich gerne dem Urteil von Eric Kandel an, dass dieses Buch eine hervorragende Einführung in die moderne Erforschung der Biologie des Bewusstseins ist. Christof Koch verzichtet auf Exkurse in wenig erforschte Gebiete und unterscheidet scharf zwischen spekulativen Annahmen und empirischen Ergebnissen. Was er an Erkenntnissen zu neuronalen Prozessen des Bewusstseins vorlegt, basiert zum grössten Teil auf Untersuchungen der visuellen Systeme. Weil die wissenschaftlichen Erläuterungen auf vielfältige Arten zusammengefasst und veranschaulicht werden, ist das Buch auch für interessierte Laien verständlich.
Könneker, Carsten (Hrsg): Wer erklärt den Menschen? Hirnforscher, Psychologen und Philosophen im Dialog. Frankfurt am Main 2006.
Der Herausgeber ist Chefredaktor der Zeitschrift „Gehirn&Geist“ und legt nun einen Sammelband mit 38 Beiträgen vor, die von 2002 bis 2006 in dieser Zeitschrift erschienen sind. Namhafte Autoren äussern sich zu folgenden Themenblöcken: Die Biologie des Bewusstseins; Die Zukunft der Hirnforschung; Quo vadis, Psychologie?; Willensfreiheit; Grenzen der Hirnforschung; Neuroethik und Menschenbild. Der Leser kann so an einer Diskussion teilnehmen, ohne dass er die ganze Primärliteratur durchforsten muss. Allerdings haben nicht alle wichtigen Autoren ihre Erkenntnisse in Carten Könnekers Zeitschrift veröffentlicht, was Lücken hinterlässt, die besonders Interessierte stören könnte.
Kotre, John: Weisse Handschuhe. Wie das Gedächtnis
Lebensgeschichten schreibt. München 1996.
Wer besser verstehen möchte,
weshalb und wie wir unsere Lebensgeschichten dauernd
umschreiben, wird vom amerikanischen Psychologen sachte
und unterhaltsam in die Welt eingeführt, wo mögliche
Antworten auch experimentell überprüft werden.
Lebensentwürfe werden in der Regel nur durch emotionale
Zäsuren umgeschrieben. Klar eines meiner Lieblingsbücher,
auch wenn seit dem Erscheinen vor zehn Jahren bereits
wieder neurologische Neuigkeiten gehandelt werden, die
Kotre nicht wissen konnte.
Lautenbacher, Stefan, u.a.: Gehirn und Geschlecht. Neurowissenschaft des kleinen Unterschieds zwischen Mann und Frau. Heidelberg 2007.
Im Gegensatz zu den Autoren bin ich der Meinung, dass ihr Buch primär für Wissenschaftler geschrieben wurde. Aber da sie sprachlich und formal grosse Anstrengungen unternehmen, den gegenwärtigen Stand der Forschung interessierten Laien zugänglich zu machen, kann ich das Buch auch einem grösseren Publikum empfehlen. Allerdings nur, wenn es bereits über ein beträchtliches Vorwissen verfügt oder das Buch als Gelegenheit auffasst, sich in die Welt der Neurologie einzuarbeiten. Es lohnt sich. Denn über Geschlechtsunterschiede ist allzu viel Unsinn im Umlauf.
LeDoux, Joseph: Das Netz der Gefühle. München
1998.
Unter den Gehirnforschern, die sich
auf die Gefühle spezialisierten, gehört der
Amerikaner mit französischen Wurzeln zu den bekanntesten.
Als „Emotional Brain“ 1996 erschien, war
es eines der ersten Bücher, die neurologisches Wissen
einer breiteren Öffentlichkeit vermittelte. Die
Fähigkeit, hoch komplexe Zusammenhänge so zu
reduzieren, dass Kernaussagen nicht verloren gehen, ist
ein Markenzeichen von LeDoux.
LeDoux, Joseph: Das Netz der Persönlichkeit. Düsseldorf
2003.
Wer bin ich? Von dieser zentralen
Frage kommen wir bis an unser Lebensende nicht mehr los.
Nachdem sich LeDoux einen Namen als Emotionsforscher
geschaffen hat, bringt er mit diesem Buch neue Antworten
auf uralte Fragen. Leicht verständlich und umfassend,
wie wir es von ihm gewohnt sind.
Libet, Benjamin. Mind Time. Wie das Gehirn Bewusstsein produziert.
Frankfurt am Main 2005.
Kaum ein Forscher wird bei der Frage
nach dem freien Willen und biologischer Bestimmung so
oft zitiert wie Benjamin Libet. Jetzt endlich den Meister
selber zu hören, lässt doch einige Behauptungen
und Interpretationen in einem neuen Licht erscheinen.
Ich hatte ähnliche Aha-Erlebnisse wie damals, als
ich Maslow las und danach seine Bedürfnispyramide
anders als bisher aufschichtete.
Linke, Detlef B.: Das Gehirn. München 1999.
Die 100 Seiten geben einen Überblick,
der allerdings inzwischen nicht mehr alle Ecken ausleuchtet
und zum Teil störende Ungenauigkeiten aufweist.
Linke, Detlef B.: Kunst und Gehirn. Die Eroberung des Unsichtbaren.
Hamburg 2001.
Neurologische Entdeckungen bringen
auch wieder etwas mehr Licht in den Dschungel, wo die
Kreativität zu Hause ist. Wahrnehmungsverzerrungen,
optische Illusionen, künstlerische Wirklichkeitskonstruktionen
und die Frage, ob Genialität eine Hirnstörung
sei, sind nur einige der Themen, die Linke in diesem
Buch angeht. Nach der Lektüre stellen sich Freude über
den Erkenntniszuwachs und Trauer über den frühen
Tod des Verfassers ein.
Linke, Detlef B.: Religion als Risiko. Geist, Glaube und
Gehirn. Hamburg 2003.
Wer, wenn nicht Detlef B. Linke,
soll sich Gedanken zur Religion und Hirnforschung machen?
Denn der interdisziplinär denkende Wissenschaftler
beschäftigte sich mit solchen Brückenschlägen,
lange bevor es offizielles Thema wurde. Allerdings muss
man sich als Leser auf das sprunghafte Denken des Autors
einstellen, um in den vollen Genuss geistiger Bereicherung
zu kommen.
Linke, Detlef B.: Das Gehirn – Schlüssel zur
Unendlichkeit. Freiburg im Breisgau 2004.
Dem Grenzüberschreiter Linke
war es immer ein Anliegen, den Menschen vor der Vorstellung
zu bewahren, er sei blosse Marionette einer Gehirnmaschine.
In einem seiner letzten Bücher gelingt ihm dies
mit Ausflügen in die Dichtung, die Liebe, die Religion
und in Seelenlandschaften. Damit baut er Brücken,
von denen zwar nicht alle bestehen bleiben, die aber
dennoch ungemein wichtig sind.
Linke, Detlef B.: Die Freiheit und das Gehirn. Eine neurophilosophische
Ethik. München 2005.
Der im Februar 2005 verstorbene Autor
gehörte ohne Zweifel zu den interessantesten Philosophen,
die sich mit neurologischen Fragen beschäftigten.
Auch wenn es dieser letzten seiner zahlreichen Publikationen
zum Teil an einer ordnenden Struktur fehlt, sollte man
sie lesen, wenn die Thematik von persönlichen Freiheit
und neurologischer Bestimmung im Vordergrund steht.
Marcus, Gary: Der Ursprung des Geistes. Wie Gene unser Denken
prägen. Düsseldorf 2005.
Der Autor ist Schüler von Steve
Pinker und Professor für Psychologie. Bei der Beantwortung
von Grundsatzfragen zu Geist und Psyche geht Gary Marcus
zuerst von den Genen aus. Sein gut recherchiertes Buch
sollten auch alle Journalisten lesen, die jeder Nachricht
aus den Klonwerkstätten gleich die Fassung verlieren
und nur noch Duplikate auf Bestellung sehen. Nüchtern
und trotzdem spannend geschrieben, falls man auch an
Berichten von Tierexperimenten interessiert ist.
Markowitsch, Hans J., Welzer, Harald: Das autobiographische
Gedächtnis.
Hirnorganische Grundlagen und biosoziale Entwicklung. Stuttgart
2005.
Die Autoren sind renommierte Psychologen,
die sich seit Jahren mit neurologischen Fragestellungen und
Experimenten auseinandersetzen. Ihre Ausführungen gehen weit über das autobiographische
Gedächtnis hinaus, weil sie diese Hirnareale in der Entwicklung
und Vernetzung des ganzen menschlichen Gehirns aufzeichnen.
Sprachlich und inhaltlich anspruchsvoll, sehr fundiert und
neuste Studien berücksichtigend. Mit ausführlichen
Literaturangaben, Illustrationen und Übersichten.
Markowitsch, Hans J.; Siefer, Werner: Tatort Gehirn. Auf der Suche nach dem Ursprung des Verbrechens. Frankfurt am Main 2007.
Hans J. Markowitsch ist Professor für Physiologische Psychologie und machte mit seinen Forschungsarbeiten zum menschlichen Gedächtnis einen Namen, Werner Siefer studierte Biologie und ist Redaktor bei Focus. Die beiden Autoren konnten ihre Stärken so gut einbringen und miteinander verknüpfen, dass bester Wissenschaftsjournalismus das Resultat ist. Auf den 262 Seiten geht es allerdings nicht nur um Verbrechen und Verbrecher. Die Welt lässt sich nicht so einfach in die Guten und die Bösen einteilen. Schon gar nicht, wenn der Glaube an den freien Willen zur Diskussion steht. Wie provisorisch und ungewiss wissenschaftliche Modelle sind, zeigen die Autoren, indem sie die Geschichte der Hirnforschung Revue passieren lassen. Störend fand ich einige veraltete Begriffe, die fahrige Behandlung der Hirnhemissphären-Theorie und dass Ausführungen über die Rolle des Unbewussten so weit hinten im Buch stehen. Sehr gut gefielen mir die vielen Beispiele und Geschichten.
McGinn, Colin: Wie kommt der Geist in die Materie? Das Rätsel
des Bewusstseins. München 2001.
Ein Buch, das in der Flut der Neuerscheinungen
zu Unrecht unterging. Denn der amerikanische Philosoph
bringt aktuellste Wissenschaftsergebnisse auf den Punkt
und hat vor allem die Gabe, sprachliche Bilder zu kreieren,
die uns den weitgehenden Verzicht auf Fachjargon versüssen. Über
das Bewusstsein nachzudenken, ist das Schwierigste geistige
Unterfangen. Und unsere Seltsamkeit liegt im Auge des
Betrachters, nicht in unserem Wesen. Tief im Innern sind
wir ziemlich gewöhnlich. Dass es McGinn gelingt,
uns diese unangenehme Botschaft schmackhaft zu machen,
ist eine Leistung.
Meier, Heinrich; Ploog, Detlev: Der Mensch und sein Gehirn.
Die Folgen der Evolution. 2. Aufl. München 1998.
Neun Aufsätze renommierter Vertreter
der Neurowissenschaften, Evolutionsbiologie, Biochemie,
Paläontologie und Psychologie geben den Lesern Einblick
in die rätselhafte Welt des Gehirns. Doch das rasante
Tempo, das die Hirnforscher anschlugen, führt dazu,
dass einige Thesen bereits wieder überholt sind.
Moskowitz, Michael: Gedanken lesen. Erkennen, was andere denken und fühlen. München 2008.
Eine Rezeptsammlung für Gedankenleser, wie Titel und Untertitel vermuten lassen, ist dieses Buch sicher nicht, Aber der Leser erhält eine spannende und verständliche Einführung in die menschliche Psyche. Dabei fasst der Autor diesen Begriff so weit, dass wir gleich eine Gesamtschau menschlicher Verhaltensweisen und seiner Ursachen erhalten. Könnte der Autor die Gedanken seiner Leser noch besser lesen, hätte er allerdings seine unzähligen Tipps und Hinweise besser sichtbar gemacht. Oder sogar in einem Anhang minimal systematisiert. Denn das wollen wir doch - trotz Bekenntnis zu offenen Lehr- und Lernformen.
Newberg, Andrew, u.a.: Der gedachte Gott. Wie Glaube im
Gehirn entsteht. München 2003.
Es gibt kein Gottesmodul im Gehirn.
Darüber sind sich die Neurologen einig, auch wenn
in den Medien andere Nachrichten kursieren. Aber es lassen
sich Areale lokalisieren, die aktiver sind, wenn wir über
Gott und den Sinn des Lebens nachdenken. Welche Schlüsse
man daraus ziehen soll und kann, ist jedem Leser selber überlassen.
Mich haben trotz wissenschaftlicher Mängel und Spekulationen
viele Textpassagen berührt. Ein anderer Zugang zu
Fragen, auf die es keine endgültigen Antworten gibt.
Nørretranders, Tor: Spüre die Welt. Die Wissenschaft
des Bewusstseins. Hamburg 1994.
Wenn ein 650 Seiten-Wälzer zum
grössten Sachbuchbestseller der dänischen Verlagsgeschichte
wird, muss das zumindest neugierig machen. So geschehen
1991. Und immerhin erlebte das Buch auch in seiner deutschen
Version einige Auflagen. Den Inhalt in wenigen Worten
zusammenzufassen, übersteigt mein Reduktionsvermögen.
Wer wissen möchte, weshalb der Autor zur Einschätzung
kommt, dass wir unsere besten Auftritte haben, wenn wir
unserem Selbst freien Lauf lassen, ist zur Lektüre
dieses spannenden Schmökers herzlich eingeladen.
Nützel Nikolaus, Andrich, Jürgen: Das Universum im Kopf. Wie unser Gehirn funktioniert. Berlin 2008.
Ein Buch, das ich nicht unbedingt zur Lektüre empfehle, weil das Konzept missglückt ist und genügend Alternativen bestehen. Sprache und Stil sind so angelegt, dass man das Gefühl hat, die Autoren moderierten eine Kindersendung. Das wäre an sich nicht verwerflich, wenn der Inhalt ebenfalls so einfach wäre. Ist er aber nicht, weil die vielen Fachausdrücke verwirren und anschauliche Metaphern fehlen.
OECD, Organisation für Economic Co-operation and Development
(Hrsg): Wie funktioniert das Gehirn. Auf dem Weg zu einer
neuen
Lernwissenschaft. Stuttgart 2005.
Wenn Wissenschaftler ihre Weisheiten im Rahmen einer Kommission
einbringen müssen, geht der zündende Funken meist
verloren. Das ist bei diesem Bericht nicht anders. Aber
immerhin hat die OECD damit einen wichtigen Schritt getan,
damit die Erkenntnisse der Neurologie auch in das Bildungswesen
eindringen können. Für Spezialisten nichts Neues,
für Pädagogen aber amtliche geprüfte Version
von Manfred Spitzers Bücher. Von Spitzer stammt auch
die hervorragende Einführung, deren Lektüre die
Anschaffung des Buches lohnte.
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